Mobbing am ArbeitsplatzMobbingberatung - Informationen

Gesundheitszirkel

Verbesserungen durch Gesundheits-/Zufriedenheitszirkel

Ein Instrument zur Verbesserung und zur Verstetigung der Kommunikation und Kooperation im Betrieb, stellt die Zirkelarbeit dar. Ebenso wie zum Thema "Qualität" oder "Gesundheit" kann auch ein Zirkel zum Thema "Zufriedenheit" eingeführt werden. Die Methoden der Zirkelarbeit bleiben dabei weitgehend die gleichen. Inhalte der Zirkelarbeit wären in diesem Fall Zufriedenheit mit den Arbeitsinhalten, der Arbeitsorganisation, der Kommunikation und Kooperation mit Kollegen und Vorgesetzten. Also eher die "weichen" Themen des Gesundheitsschutz. Die Wirkung eines Zufriedenheitszirkels ist nicht zu unterschätzen. Durch seine Arbeit kann nicht nur die Qualität des Zusammenarbeitens sondern auch die Qualität der Produkte und Diensleistungen sowie die Flexibilität des Unternehmens erhöht werden! Im folgenden wird eine Kurzdarstellung eines "Zufriedenheitsszirkels" wiedergegeben:

Die Einrichtung eines Gesundheitszirkels dient der kontinuierlichen Erfassung, Bewertung und Modifikation von Arbeitsinhalten und Arbeitsbedingungen, welche die Gesundheit und zufriedenheit der Beschäftigten beeinflussen. Solche Gefährdungen/Belastungen können aus dem Inhalt der Arbeit, der Arbeitsorganisation und den sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz (u.a. "Mobbing") entstehen. Es werden personelle und organisatorische Ressourcen durch die aktive Beteiligung der Mitarbeiter an einem betrieblichen Veränderungsprozess gestärkt. Letztlich erfüllt der Arbeitgeber hiermit auch einen Teil der durch das Arbeitsschutzgesetz geforderten Maßnahmen! Die Durchführung eines Zirkels beinhaltet ein regelmäßiges Treffen von Beschäftigten und betrieblich Verantwortlichen. Hierbei werden festgefahrene Strukturen Verhältnisse, Meinungen und Einstellungen transparent und können somit diskutiert werden. Durch die Regelmäßigkeit wird ein Raum für das Thematisieren von Missständen eingerichtet. Die verbindlichen Vereinbarungen des Zirkels schaffen einheitliche Ziele und Beurteilungsmöglichkeiten über Durchführung und Erfolg von beschlossenen Maßnahmen. Diese Bedingungen im Zirkel sollten bei allen Beteiligten eine hohe Bereitschaft zur konstruktiven Mitarbeit bewirken.

Folgende Rahmenbedingungen sollten geschaffen werden:
- schriftliche Fixierung der Gesprächsergebnisse und Ziele, ggf. Protokoll von allen Beteiligten abzeichnen lassen
- Zu Beginn Regeln über die Kommunikation innerhalb des Zirkels abstimmen (z. B. "Nur einer redet", "Jeder kommt zu Wort")
- Maßnahmen werden gemeinsam beschlossen!
- Regelmäßiges Treffen (z. B. alle 2 Wochen, a 2 Stunden, erste Sitzung länger)
- Unbeteiligten (ggf. betriebsexternen) Experten bzw. Berater als Moderator hinzuziehen
- Beteiligte: 3-4 Mitarbeiter des Arbeitsbereichs, Vorgesetzter aus Arbeitsbereich, ggf. Geschäftsleitung, Betriebsrat, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft und Sozial-, Sicherheits- Gleichstellungs- oder Mobbingbeauftragter (Gruppe je nach Betriebsgröße auch kleiner)

Folgender Ablauf hat sich bewährt:

1. globales Ziel im Gespräch definieren (z.B. Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz, Verbesserung der sozialen Beziehungen)

2. genaue Analyse des Ist-Zustandes in Hinsicht auf das globale Ziel 

3. Lösungsalternativen für die Probleme werden gesucht

4a. Eine konkrete Lösung für ein konkretes Problem wird vereinbart. Bei mehreren Problemen einzelnes Abarbeiten der Lösungen nacheinander (in neuen Zyklen von Punkt 4 bis 5).

4b. Darüber eine verbindliche (ggf. schriftliche) Zielvereinbarung treffen.

5. Umsetzung der Lösung und Erfolgskontrolle (neuer Zyklus 1 bis 5 für neues globales Ziel)

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